In der Hundeschule Braunschweiger Land werden die Vierbeiner mit Konsequenz, Vertrauen und sehr viel Einfühlungsvermögen erzogen. Falsche Tipps und Empfehlungen für Hundehalter können dabei zu gravierenden Missverständnissen führen – zum Leid von Hund und Hundehalter mit oft fatalen Folgen, die nicht sein müssten.
Gabriele Bachmann, Hundetrainerin seit über 27 Jahren, trainiert Hunde mit leichten bis schweren Verhaltensmustern. Hundehalter sollen lernen, ihre negative Ausstrahlung, wie Frustration und teilweise ungerechtes Verhalten gegenüber ihrem Tier, in eine positive Ausstrahlung mit Disziplin und Ruhe zu verändern.

Mein Hund wird als Welpen schon mit Wurst und Leckerlie bestochen – Nein Danke!

 

Lassen Sie mich häufige Fehler näher betrachten und von Lösungsmöglichkeiten berichten. Nehmen wir das einfache Beispiel „Leckerli und Trends“. Viele Hundehalter meinen, dass sie am erfolgreichsten sind, wenn sie ausschließlich nur über die positive Verstärkung und Reize arbeiten. Das funktioniert mit Sicherheit bei einem Welpen bis zu einen gewissen Alter. Natürlich kann man auch gelegentlich und kurzzeitig ein Leckerli und Lieblings-Futter zur besseren Konditionierung einzelner Kommandos benutzen und oder mit einbringen, aber nicht ständig. Für so ein soziales Wesen wie den Haushund sollte man die körperliche und verbale Bestätigung immer vorziehen. Leider wird diese Art der körperlichen Nähe und Sprache in der Hundeausbildung komplett vernachlässigt.In unserer Hundeschule stelle ich oft fest, dass viele Hundehalter gar nicht wissen, zu welchem Vielfraß und bettelnden Hund sie ihn damit erziehen.

Ein Hund soll nicht ausschließlich auf Futter konditioniert werden. Was passiert, wenn Ihr Hund gar kein Fressbedürfnis hat oder ihm beim Wald-Spaziergang plötzlich ein Hase vor die Nase läuft?
Interessiert ihn dann noch Ihr Leckerlie, wohl kaum.

Bei Hunden, die ausschließlich über positive Reize gelenkt bzw. abgelenkt werden, wird das wirkliche Problem oder Fehlverhalten nie behandelt oder korrigiert und hat dem zu folge mit Hundeerziehung nichts zu tun. Unser Ziel ist die Symbiose von Halter und Hund, sie zu sicheren und zuverlässigen Partnern zu verknüpfen.
Kein Hund hat es verdient, zu einem fresslustigen „Junkie“ erzogen zu werden.

Hundeerziehung hat mit gegenseitigem Respekt und Vertrauen zu tun. In einer kompetenten Hundeschule lernen Hundehalter durch richtige Konsequenz, Motivation, Respekt und Vertrauen, ihre Hunde an ihr Lernziel heran zu führen. Ein Hund soll nicht wegen Futter zu mir kommen, sondern weil er mich als Person respektiert, liebt und als Alpha-Person annimmt.

Der Haushund stammt vom Wolf das weiß jedes Kind. Durch die Domestizierung vom Wolf (Canis lupus) zum Hund (Canis lupus familiarie) sind verschiedene Verhaltensweisen gezüchtet und nicht gewollte Verhaltensmuster wieder ausselektiert worden. Der heutige Hund ist mit Wölfen nicht mehr zuvergleichen. Unsere Haushunde sind eine domestizierte Form des Wolfes und gehören daher, ebenso wie der Dingo, der gleichen Art an. Natürlich gibt es verschieden Hunderassen, wie z.B. den Tschechoslowakischen Wolfshund oder auch den Deutschen Schäferhund, die eine klare Verwandtschaft mit Wölfen aufzeigen.